Kürzungen im Arten- & Biotopschutz

Landesweite Übersicht der bislang gemeldeten Kürzungen 2026

Das Umweltministerium vermittelt inzwischen den Eindruck, die Krise bei den Naturschutzmitteln sei weitgehend überwunden: 

Pressemitteilung · 22.07.2026
„Damit werden die bestehenden Engpässe faktisch beseitigt.“
Umweltministerium Baden-Württemberg
Stellungnahme · 17.08.2026
„Durch die nunmehr erfolgte nachgelagerte Zuweisung der Haushaltsmittel konnten diese vorübergehenden Effekte zudem bereits nahezu vollständig kompensiert werden.“
Umweltministerium Baden-Württemberg

Unsere Karte zeigt ein anderes Bild (Stand: Ende August 26). In vielen Fällen wurden die Kürzungen nur teilweise oder gar nicht zurückgenommen. Und für das kommende Jahr besteht vielerorts auch nicht ansatzweise Planungssicherheit.

Von einer weitgehend bewältigten Krise kann keine Rede sein.

Aktueller Finanzierungsstand
keine Rückmeldung
keine Verbesserung
teilweise verbessert
Gelder vollständig wieder vorhanden

Nur 22,7 % berichten von einer vollständigen Rücknahme der Kürzung. Bei 54,5 % können die für 2026 vorgesehenen Arbeiten nicht mehr vollständig ausgeführt werden. Und bei 93,2 % ist noch nicht oder nur teilweise bekannt, wie die Situation im kommenden Jahr sein wird.

Aktuelle Finanzierung
Wie viele Engpässe sind tatsächlich vollständig beseitigt?
22,7% der Rückmeldungen bestätigen eine vollständige Rücknahme der Kürzung. 10 von 44 Rückmeldungen
Arbeiten 2026
Können die für 2026 geplanten Arbeiten noch ausgeführt werden?
54,5% berichten, dass die für 2026 geplanten Arbeiten nicht mehr vollständig ausgeführt werden können. 24 von 44 Rückmeldungen
Ausblick
Ist bereits bekannt, wie die Situation im kommenden Jahr sein wird?
93,2% Nein – oder nur teilweise. Wie die Situation im kommenden Jahr sein wird, ist in diesen Rückmeldungen noch nicht oder nur teilweise bekannt. 41 von 44 Rückmeldungen

Grundlage ist jeweils die neueste freigegebene Rückmeldung zu einem dokumentierten Fall. Fälle ohne Rückmeldung gehen nicht in die Prozentwerte ein.

Aktuelle Rückmeldungen

Zum Glück wurden die Kürzungen zumindest teilweise wieder zurückgenommen, so dass immerhin die allerdringendsten Maßnahmen umgesetzt werden können. Perspektivisch bleibt alles vage.

Arten- und Biotopschutz ist keine Verfügungsmasse

Dass die Haushaltsaufstellung der kommenden Jahre schwierig wird, darf nicht bedeuten, dass erneut beim Arten- und Biotopschutz gekürzt wird. Schon die bisherigen Mittel reichen nicht aus, um den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Von 100 Euro im Landeshaushalt gehen gerade einmal ca. 17 Cent in Naturschutz und Landschaftspflege! Die Landespolitik muss deshalb mit aller Kraft dafür sorgen, dass die bisherige Finanzierung erhalten und der Naturschutzetat künftig verlässlich aufgestockt wird.

Darum läuft unsere Petition weiter

Wir fordern eine verlässliche und dauerhaft ausreichende Finanzierung des Arten- und Biotopschutzes – statt weiterer Kürzungen.

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