Für Medien
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Die Ereignisse werfen auch nach der vom Land verkündeten Entwarnung aktuelle Fragen auf. Das Umweltministerium erklärt die finanziellen Engpässe für „faktisch beseitigt“. Aus der Praxis erreichen uns jedoch weiterhin Rückmeldungen über gekürzte oder ausbleibende Maßnahmen, fehlende Planungssicherheit und Finanzierungslücken. Die folgenden Fragen sind deshalb keine Rückschau auf die Krise – sie stellen sich jetzt.
Warum gab es lange Zeit keine Berichterstattung über diese
beispiellosen Kürzungen und warum blieb die öffentliche Reaktion
zunächst so gering? Warum wurden lapidare Äußerungen wie
„Alle müssen sparen“ und
„Der Drops ist gelutscht“ so lange
unwidersprochen hingenommen, anstatt alle Hebel in Bewegung zu
setzen, um das Kind gar nicht erst in den Brunnen fallen zu lassen?
Warum brauchte es mit der
Allianz für Artenvielfalt
erst eine neue Initiative, damit eine fachlich längst bekannte
Problemlage politische und öffentliche Aufmerksamkeit erhielt?
Warum sind nach der angekündigten Entlastung landwirtschaftliche Betriebe und Landschaftspflegeunternehmen weiterhin mit gekürzten Aufträgen und fehlender Planungssicherheit konfrontiert? Was bedeutet diese Unsicherheit für Betriebe, die Personal, Maschinen und Kapazitäten für die Landschaftspflege vorhalten – und was passiert, wenn sie sich dauerhaft anderen Tätigkeitsfeldern zuwenden?
Warum reichen die zusätzlich bereitgestellten Mittel offenbar weiterhin nicht aus, um auch die von Vereinen und Ehrenamtlichen geleistete Biotoppflege verlässlich zu finanzieren?
Und warum wird nun ausgerechnet eine Struktur infrage gestellt,
die den praktischen Naturschutz ganz wesentlich trägt und für den
effizienten Einsatz der verfügbaren Mittel
eine zentrale Rolle spielt:
die Arbeit freiberuflicher Naturschutz-Fachbüros?
Diese und weitere Fragen stehen auch nach der offiziellen Entwarnung weiterhin im Raum. Wir haben die wichtigsten offenen Fragen an Landesregierung und Umweltministerium auf einer eigenen Seite zusammengestellt.
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