Allianz für Artenvielfalt
  • Start
  • Artenschutz
    • So funktioniert Artenschutz
    • Beispiel Apollofalter
    • Was sind LPR-B-Maßnahmen?
  • Dokumentation
    • Dokumentation der Kürzungen
    • Übersichtskarte

    • Stimmen aus der Praxis
    • Offener Brief eines Fachbüros
    • Wenn Vertrauen verloren geht

    • Kürzung melden
  • Aktuelles
    • Übersicht
    • Unsere Position
    • Diese Antworten fehlen noch
    • Aktueller Newsletter

    • Film: Damit Naturschutz bleibt
  • Medien
  • Petition
  • Kontakt
Spenden

Newsletter der Allianz für Artenvielfalt

Ein wichtiger Erfolg – aber noch keine Entwarnung

Während das Umweltministerium "bestehende Engpässe" als "faktisch beseitigt" bezeichnet, zeigen Rückmeldungen aus der Praxis: Finanzierung und Qualität im Arten- und Biotopschutz bleiben gefährdet.

Veröffentlicht am 11.08.2026

Allianz für Artenvielfalt – Newsletter zum Erfolg gegen die Kürzungen im Arten- und Biotopschutz. Zur vollständigen Browseransicht.

Ein erster großer Erfolg …

Liebe Unterstützer:innen unserer Petition,

was vor wenigen Wochen noch unerreichbar schien, haben wir gemeinsam geschafft:

Die Kürzungen im baden-württembergischen Arten- und Biotopschutz wurden weitgehend zurückgenommen.

Zahlreiche Maßnahmen können nun doch noch umgesetzt werden. Entscheidend dafür war der gemeinsame öffentliche Druck.

Danke, dass Ihr diesen großen Erfolg möglich gemacht habt!

… aber: Es gibt viele Probleme im Detail

Die nun bereitgestellten Gelder sind an Auflagen gebunden:

• Sie sind nicht für alle notwendigen Arbeiten einsetzbar, insbesondere nicht für flexible Dauerpflege-Maßnahmen.

• Sie sind nicht für die Planung, Betreuung und Effizienzkontrolle durch Fachbüros einsetzbar.

Und aus den Regierungsbezirken Freiburg und Tübingen erreichen uns nach wie vor Meldungen, dass viele Naturschutzarbeiten gekürzt bleiben.

Die vier Regierungsbezirke Baden-Württembergs

Das Problem ist also noch nicht gelöst.

Seid Ihr selbst von fortbestehenden Kürzungen betroffen? Dann schreibt uns bitte kurz. Wir vervollständigen derzeit unser Lagebild.

Wir verstehen uns ausdrücklich als Allianz: Es darf nicht dabei bleiben, dass bei einigen die Kürzungen vollständig zurückgenommen werden, während andere mit erheblichen Einschnitten allein bleiben.

Daher appellieren wir an das Umweltministerium, gemeinsam mit den vier Regierungspräsidien nachzusteuern, damit die Gelder dort ankommen, wo sie tatsächlich gekürzt wurden – und dringend gebraucht werden!

Hier unsere Einordnung lesen →

… und: Der 2. Teil unserer Petition ist weiterhin offen

Denn für die Zukunft stehen weitere Kürzungen im Raum.

Die Mittel für den Arten- und Biotopschutz sind aber bereits heute so knapp bemessen, dass weitere Kürzungen nicht aufgefangen werden können, sondern unmittelbar zulasten wichtiger Schutzmaßnahmen gehen.

Lange entstand der Eindruck, die Kürzungen seien wegen eines unlösbaren Haushaltsengpasses alternativlos. Das ließ Widerstand aussichtslos erscheinen und bremste die öffentliche Reaktion aus.

Die Grafik zeigt jedoch: Der Fehlbetrag von rund 13 Millionen Euro war im Verhältnis zum Landeshaushalt kaum sichtbar – die Folgen für den Arten- und Biotopschutz waren allerdings verheerend.

Grafik: Der geschätzte Fehlbetrag von 13 Millionen Euro im Vergleich zum Landeshaushalt, zum Umweltetat und zum Naturschutzetat Baden-Württembergs.

Besonders hart traf es ausgerechnet die sogenannten LPR-B-Maßnahmen. Hinter dem sperrigen Begriff steht eines der wichtigsten Instrumente des praktischen Artenschutzes: Mit 1-jährigen Direktaufträgen können Fachleute gezielt und flexibel auf den aktuellen Bedarf von Arten und Lebensräumen reagieren. Notwendige Arbeiten lassen sich vergleichsweise kurzfristig und unbürokratisch umsetzen.

Auf unserer Website erklären wir, warum auf diese Maßnahmen nicht verzichtet werden kann. Statt sie durch standardisierte 5-Jahres-Verträge (LPR-A) zu ersetzen, muss ihre Finanzierung dauerhaft gesichert werden.

Warum LPR-B-Maßnahmen unverzichtbar sind →

Filmtipp

Hinter den Zahlen stehen Menschen

Die vergangenen Monate waren für viele eine enorme Belastung. Nach dem Schock über die Kürzungen mitten im Jahr folgten Wochen voller Unsicherheit und des Alleingelassenwerdens.

Mit vielen Betroffenen wurde bis heute nicht persönlich gesprochen. Auch das hat viel Vertrauen zerstört. Nach langen Jahren enger Zusammenarbeit erleben wir, wie bewährte Strukturen und Partnerschaften von Politik und Verwaltung plötzlich infrage gestellt werden.

Film ansehen: Damit Naturschutz bleibt. Dokumentation über Menschen, die von den Kürzungen im Arten- und Biotopschutz betroffen sind.

Die Dokumentation von Filmemacher Tom Reichelt und Landschaftsplaner Wolfram Homburger hält die Krise aus der Sicht von Menschen fest, die Naturschutz vor Ort praktisch umsetzen. Wir möchten Euch diesen Film und die Erfahrungen der Menschen, die darin zu Wort kommen, sehr ans Herz legen.

Film anschauen →

So funktioniert Artenschutz

Apollofalter im Oberen Donautal. Erfolgsgeschichte über Artenkenntnis, kontinuierliche Betreuung und praktische Landschaftspflege.

Wie Fachwissen & Pflege den Apollo erhalten

Beim Schutz hochbedrohter Arten wie dem Apollofalter entscheidet oft jedes Detail: Wo muss gepflegt werden, wann darf gemäht oder beweidet werden – und wann würde dieselbe Maßnahme Schaden anrichten?

Nur mit genauer Arten- und Gebietskenntnis lassen sich begrenzte Mittel gezielt einsetzen und wirksame Schutzmaßnahmen entwickeln. Dieses Fachwissen bringen die ökologischen Fachbüros ein. Ebenso wichtig ist, dass die Pflege über viele Jahre kontinuierlich durchgeführt und zugleich flexibel an neue Entwicklungen angepasst werden kann. Genau das ermöglichen LPR-B-Maßnahmen, sie sind unverzichtbarer Teil erfolgreicher Artenschutzprogramme.

Die Kürzungen haben den weiteren Erhalt des Apollofalters gefährdet. Erst die kurzfristig wieder freigegebenen Mittel konnten einen Rückschlag verhindern. Jetzt gilt es, die notwendige flexible Folgepflege dauerhaft zu sichern.

Der Apollofalter: weiterhin eine Erfolgsgeschichte? →

Allianz für Artenvielfalt

Wir bringen Fachwissen und die Erfahrungen aus der Praxis in die öffentliche Debatte

Mit unserer Petition haben wir sichtbar gemacht, wie groß die Unterstützung für einen wirksamen Arten- und Biotopschutz ist.

Wie guter Artenschutz gelingt

Wir möchten zeigen, wie dieser Schutz tatsächlich gelingen kann: mit ausreichender Finanzierung, wissenschaftlicher Fachkompetenz, langfristiger Planung und einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten – von den ökologischen Fachbüros über Behörden und Landschaftserhaltungsverbände bis hin zu Landwirt:innen, Landschaftspflegebetrieben und Naturschutzverbänden.

Alle diese Beteiligten tragen mit ihrer jeweiligen Fachkompetenz dazu bei, bedrohte Arten und ihre Lebensräume dauerhaft zu erhalten.

Warum unsere Arbeit weiter nötig ist

Der erste Erfolg ist wichtig, Entwarnung gibt es aber nicht. Viele Kürzungen wirken fort, und weitere stehen bereits im Raum. Hinzu kommt nun das sogenannte Effizienzgesetz:

Die grün-schwarze Landesregierung hat vor wenigen Tagen einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der alle Berichts- und Dokumentationspflichten betrifft. Was nicht rechtzeitig fachlich verteidigt und neu geregelt wird, soll ab Ende 2027 wegfallen. Dies würde auch für den Bericht über die Umsetzung des Biodiversitätsstärkungsgesetzes gelten.

Auch darüber werden wir auf unserer Website und in weiteren Newslettern berichten.

Eure Unterstützung und Aufmerksamkeit helfen uns sehr, diese Themen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Herzliche Grüße

Eure Allianz für Artenvielfalt

Junge Rauchschwalbe – Unterstützt die unabhängige Arbeit der Allianz für Artenvielfalt.

Unabhängige Arbeit ermöglichen

So könnt Ihr unsere Arbeit unterstützen

Wir arbeiten vollständig ehrenamtlich. Die laufenden Kosten für Website und Newsletter tragen wir privat.

Auch kleine Beiträge schaffen uns mehr Zeit für diese unabhängige Arbeit.

Unsere Arbeit unterstützen

Bildnachweise

Titelbild (Schwalbe im Flug) und Spendenbild (Schwalbenfamilie): Mattis Karbiener
Filmvorschaubild: Collage unter Verwendung von Bildmaterial aus dem Film, Smartfilmmedia & Partner / Wolfram Homburger
Apollofalter: Oliver Karbiener
Haushaltsgrafik und Karte Regierungsbezirke: Ulrike Eberius | www.multimedia-atelier.de

Allianz für Artenvielfalt

Zur Website Petition Impressum Datenschutz

Nichts mehr verpassen

Wir informieren über neue Entwicklungen im Arten- und Biotopschutz, ordnen politische Entscheidungen unabhängig ein und berichten aus der Praxis.

Datenschutzerklärung
Nach oben scrollen

Allianz für Artenvielfalt
ImpressumDatenschutz Mastodon · Insta · Bluesky

Copyright © 2026 | Fotos: Mattis Karbiener | Konzeption, Gestaltung und technische Umsetzung: multimedia-atelier.de