Unser Protest hat die Landesregierung Baden-Württemberg zum Nachbessern gebracht.
Doch der Arten- und Biotopschutz bleibt finanziell unter Druck – und weitere Kürzungen stehen im Raum.
Artenvielfalt erhalten – nicht kaputtsparen.
Schon die bisherigen Mittel reichen nicht, um den Biodiversitätsverlust aufzuhalten:
Von 100 Euro im Landeshaushalt gehen gerade einmal ~ 17 Cent in Naturschutz und Landschaftspflege!
Spätestens Anfang 2026 zeichnete sich ab, dass für praktische Arten- und Biotopschutzmaßnahmen in Baden-Württemberg deutlich weniger Geld zur Verfügung stehen würde. Betroffene und Vertreter der Umweltverbände warnten früh vor den Folgen. Doch statt die Finanzierungslücke im Umweltministerium auf höherer Ebene zu lösen, wurde sie an die Naturschutzpraxis durchgereicht.
Als die Kürzungen dort im Juni tatsächlich ankamen, waren sie noch gravierender als befürchtet: Im ganzen Land wurden bereits geplante Pflege- und Artenschutzmaßnahmen gekürzt oder gestoppt. Die Fassungslosigkeit war groß – und die Betroffenen zunächst weitgehend alleingelassen.
Wir haben uns vernetzt, die Allianz für Artenvielfalt gegründet, viele Fälle zusammengetragen und uns die Zahlen genauer angesehen:
In unserer Karte wird sichtbar, wie viele Maßnahmen und Projekte betroffen waren. Dabei bilden die Punkte nur einen Ausschnitt ab, da längst nicht alle Betroffenen einen Eintrag erstellt haben.
Abgesagte Pflegemaßnahmen, gefährdete Artenschutzprojekte, wegbrechende Aufträge und verlorenes Vertrauen. Wir haben die Betroffenen selbst schildern lassen, was die Kürzungen bedeuten.
Waren die Kürzungen wirklich eine unvermeidliche Folge knapper Kassen? Was vor Ort gravierende Folgen hatte, war gemessen am Landeshaushalt ein sehr kleiner Betrag.
Wir brachten die Fälle an die Öffentlichkeit, sprachen Verbände und Politiker:innen an, suchten den Kontakt zu Medien und starteten unsere Petition, die mittlerweile von vielen Tausend Menschen namentlich unterstützt wird. Viele Landtagsabgeordnete erfuhren erst durch unsere Aktivitäten, welche Auswirkungen die Kürzungen in ihren eigenen Wahlkreisen hatten. Innerhalb kurzer Zeit kam Bewegung in die Sache:
Die Landesregierung stellte zusätzliche Mittel bereit, um die Kürzungen aufzufangen.
Bei den betroffenen Maßnahmen kam das Geld allerdings sehr unterschiedlich an: Während manche wieder vollständig finanziert werden, bestehen andernorts weiterhin erhebliche Kürzungen. Gleichzeitig stehen bereits neue Einsparungen im Raum. Es bleiben viele Fragen offen.
Fragen an die LandesregierungSchon die bisherigen Mittel reichten nicht aus, um den fortschreitenden Biodiversitätsverlust aufzuhalten. Sie müssen ausgebaut werden, nicht gekürzt!
Von 100 Euro im Landeshaushalt gehen gerade einmal ~ 17 Cent in Naturschutz und Landschaftspflege!
Deshalb läuft unsere Petition weiter
Auszüge aus den bei uns eingegangenen Meldungen.